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Rituale beim Grillen

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Es geht langsam auf den Herbst zu und die Läden füllen sich mit Weihnachtsartikeln. Aber die Grillsaison ist deswegen noch nicht ganz zuende. Es gibt viele Rituale und Vorlieben beim Grillen. Auf einige gehe ich hier ein.

Ab- und Angrillen

Die Hauptgrillsaison neigt sich daher dem Ende zu. Aber für viele entschlossene Grill-Fans endet die Grillsaison mit dem "Abgrillen" am 31. Dezember und beginnt am 1. Januar mit dem "Angrillen".
Und auch wenn man es nicht ganz so extrem macht, so kann Grillen an einem sonnigen Winter- oder Herbsttag doch ein tolles Erlebnis sein. Man kann sich die Hände dann ja über dem Grill wärmen. Der größte Feind des Draussen-Grillens sind eigentlich ja nur Sturm und Regen. Gegen Kälte kann man sich anziehen. Dunkelheit lässt sich mit Lampions, Kerzen, Fackeln und Lampen vertreiben.

Beim Grillsportverein gibt es eine schöne Seite über das Wintergrillen.

Die Wahl des Grills - Holzkohle, Gas oder Elektro?

Viel und gern gestritten wird unter Grillfreunden über die korrekte Wahl des Grills.

Holzkohle

Die klassische und urtümlichste Methode ist das Grillen über Holzkohle.

Die Vorteile des Grillens über Holzkohle:

  • Beim Grillen über Holzkohle entsteht ein leichter Rauch, der dem Fleisch, Fisch oder Gemüse automatisch eine leichte Rauchnote verpasst.
  • Selbst mit dem einfachsten Grillrost und etwas Holzkohle können ansehnliche Resultate erzielt werden. Was nicht heisst, dass man mit besseren Grills nicht noch bessere Möglichkeiten hat.
  • Das Ambiente. Man riecht das Feuer und den Rauch, man kann in die Flammen und in die Glut schauen. Das Grillen hat hier etwas urtümliches, ansprechendes, was über die reine Erwärmung von Speisen hinausgeht.

Die Nachteile des Grillens über Holzkohle

  • Die leichte Rauchnote und Ambiete sind zwar schön, aber manchmal qualmt es doch etwas sehr. Das kann Nachbarn stören. Außerdem besteht die Gefahr vom Funkenflug.
  • Wenn Fett in in die heiße Glut tropft entstehende teilweise gesundheitsschäliche Stoffe.

Ich bevorzuge trotz allem den Holzkolhengrill. Auf der folgenden Seite findet ihr weitere Tipps, wie ihr die Nachteile etwas ausgleichen könnt.

Gasgrill

Eine Alternative zum Holzkohlengrill ist der Gasgrill. Der Vorteil ist die einfachere Regulierung der Hitze, es entsteht keine Asche und kein Rauch.
Es entsteht deswegen natürlich (zumindest bei einfacheren Modellen) auch kein Rauchgeschmack.
Und man muss immer eine Gasflasche haben.
Und tatsächlich gibt es ein paar wenige Menschen, die das Gas direkt im Grillgut schmecken können und denen davon übel wird.

Elektrogrill

Der Elektrogrill ist die Alternative zum offenen Feuer. Der Vorteil ist - wie beim Gas - die einfache Hitzeregulierung und dass keine Asche und kein Rauch entsteht. So kann auch auf kleinen Balkons gegrillt werden.
Die preiswerteren Elektrogrills, haben allerdings eine recht geringe Wattzahl und damit eine geringe Grillleistung. Das schränkt ihre Tauglichkeit ein. Man kriegt für einige Dinge einfach nicht die gleiche Hitze wie bei Holzkohle oder Gas.
Und natürlich muss auch immer eine Steckdose in Reichweite sein, ob das Gerät nun teuer war oder nicht.

Das Ablöschen

Eine weit verbreitete (Un)-Sitte beim Grillen mit Holzkohle ist es, dass Grillgut mit Wasser oder Bier abzulöschen. Das soll züngelnde Flammen reduzieren und im letzteren Fall dem Grillgut ein leichtes Bierarome geben.
Ich persönlich bin kein Freund vom Ablöschen. Gewürz und Marinaden werden vom Grillgut in die Glut gespült. Als Ausgleich wird durch den entstehenden Dampf Asche hochgeschleudert und landet auf Fleisch, Fisch und Gemüse.
Der Flammenbildung kann man stattdessen besser durch indirektes Grillen begegnen, bei dem das Grillgut nicht direkt über der Kohle liegt, oder durch Verlagerung des Grillguts auf dem Rost und/oder eine Höhenverstellung des Rosts. Praktisch sind hier Kugelgrills für indirektes Grillen oder Schwenkgrills für die Verlagerung.

Aber was auch immer eure bevorzugten Rituale und Grillmethoden sind - ich wünsche euch viel Spass!

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